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Sonntag, 19. März 2006, 12 Uhr

"Streitraum" der Schaubühne Berlin: "Fetisch Europa"

Das Gespräch "Fetisch Europa" findet anlässlich der Buchpremiere von "Sprung in die Stadt" statt.

Ort: Schaubühne am am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153, 10709 Berlin
www.schaubuehne.de

Das große, universalistische „WIR“ des Sozialismus in Osteuropa ist schon lange zerbrochen, der Individualismus der postkommunistischen Wirren hat die pragmatischen Kollektive der Lebensbewältigung unterhalb der Ideologie zerrieben. Was bleibt, außer Zynismus und „Realismus“? Und: Was ist an die Leer-Stelle, die vom Ende der schlechten Utopie hinterlassen wurde, getreten? Produzieren die Intellektuellen der neuen Europäer noch – oder wieder – politische und soziale Visionen, die über den „Großen Markt“ hinausgehen? Erwarten sie mehr von Europa als die Öffnung der Grenzen, auf dass die Kapitalströme frei nach Osten und die billigen Arbeitskräfte nach Westen fließen können? Oder ist mit dem Sozialismus auch gleich die Sphäre der Politik aus dem öffentlichen Bewusstsein geschwunden? Gibt es Kerne eines neuen Internationalismus, der gegen den totalen Markt Europa aufbegehrt – oder zeigt sich eher eine osteuropäische intellektuelle Avantgarde des „Markt-Staates“?

Mathias Greffrath im Gespräch mit Boris Buden (Schriftsteller, Berlin) und Ivaylo Ditchev (Professor für Kulturwissenschaften, Sofia)

In Zusammenarbeit mit dem Forum Goethe-Institut.
 
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