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8. Juni 2006, 20 Uhr

Transformationskapital

Familie Strassburger
Regie: Bill Meyers, Interviewfilm, USA/DDR 1986, 20 Min.
Die Unbürgerlichkeit des Ostens und die Mode der neuen Bürgerlichkeit
Vortrag von Jens Bisky (Autor und Feuilletonredakteur, Berlin)

Familie Strassburger aus Dresden, das sind Mutter (Pädagogin), Vater (Ingenieur), Tochter und ein sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bereits bewusster Sohn im Alter von etwa 7 oder 8 Jahren, der "aus Dresden eigentlich nicht mehr weg will", so gut gefällt es ihm. Auf ihrem Sofa sitzend werden sie von Bill Meyers zu Leben und Alltag in der DDR interviewt.

"Nach der systematischen Entbürgerlichung in der DDR, nach der Ausschaltung der sozialistischen Funktionseliten und der anhaltenden Abwanderung fehlt es im Osten an einem Bürgertum, einem Mittelstand, an Eliten. Der soziale Raum zwischen Familie und Staat ist nur schwach besetzt." (Jens Bisky) 16 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West ein unerfüllbares Versprechen. Eine innere Einheit gibt es nicht. Wie sähe eine Kultur aus, die nicht aus alten Hüten neue machen will?

Ort: Kunsthaus Dresden, Rähnitzgasse 8, 01097 Dresden
 
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